Der Cost Average Effekt beim Fondssparen • Informationen 2022

Welche Rolle spielt der Cost Average Effekt beim Fondssparen?

Cost Average Effekt beim Fondssparen
Der Cost Average Effekt ist einer der großen Vorteile beim Fondssparen

Was genau versteht man unter dem Cost-Average-Effekt? Der Cost-Average-Effekt beschreibt, dass ein Anleger für einen gleich bleibenden Betrag bei fallenden Kursen mehr Anteile eines Investments und bei steigenden Kursen weniger Anteile kaufen kann.

Bei einem längerfristigen Fondssparplan erzielt ein Anleger dadurch einen günstigeren Durchschnittspreis für seine Fondsanteile, als bei einem Einmalkauf. Je länger der Fondssparplan läuft und je volatiler der Kurs der Fonds ist, in die investiert wird, umso stärker fallen dabei die Auswirkungen des Cost-Average-Effekt aus.

Fondsanlage Experten äußern sich zum Cost-Average-Effekt wie folgt: „Für jemanden, der regelmäßig investiert und einen langen Atem hat, ist es positiv, wenn die Kurse zeitweise sinken.”

Zur Verdeutlichung des Cost-Average-Effekts, sehen Sie nachfolgend ein Beispiel: Ein Anleger spart monatlich 100 Euro in einen Fondssparplan. Aufgrund der Schwankungen des Börsenkurses des entsprechenden Fonds erwirbt er nun jeden Monat eine andere Anzahl an Fondsanteilen.

Um die Auswirkungen anschaulicher zu beschreiben, gehen wir von etwas größeren Kursschwankungen aus, bei denen in jedem Monat eine volle Zahl von Fondsanteilen gekauft werden kann:

Monat
Sparbeitrag
Fondskurs
Anzahl Anteile
1
100 Euro
100 Euro
1
2
100 Euro
50 Euro
2
3
100 Euro
50 Euro
2
4
100 Euro
25 Euro
4
5
100 Euro
50 Euro
2
6
100 Euro
25 Euro
4
7
100 Euro
50 Euro
2
8
100 Euro
50 Euro
2
9
100 Euro
100 Euro
1
10
100 Euro
50 Euro
2
11
100 Euro
100 Euro
1
12
100 Euro
100 Euro
1
Gesamt
1.200 Euro
 
24

Wie zu sehen ist, hat der Anleger nach 12 Monaten insgesamt 1.200 Euro in den Fonds investiert und aufgrund der Schwankungen des Fondskurses insgesamt 24 Anteile am Fonds erworben.

Am Jahresende hat der Fondskurs genau den Wert, den er schon am Jahresanfang hatte. Der Anleger hätte also bei einer Einmalanlage zu Beginn des Jahres am Jahresende genau 1.200 Euro in seinem Depot.

Durch die regelmäßige monatliche Anlage eines gleich hohen Betrages und durch den Cost-Average-Effekt, hat der Anleger nun 24 Anteile zu einem Kurs von 100 Euro, also 2.400 Euro und damit einen Gewinn 1.200 Euro, also von 100% in seinem Depot.

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